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Waschzwang

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Menschen mit einem Waschzwang leiden unter dem Zwang, ihren Körper und vor allem ihre Hände immer wieder exzessiv zu reinigen. Ein Waschzwang bringt für Betroffene nicht nur einen hohen Leidensdruck mit sich, sondern hat auch gesundheitliche Folgen. Hier gibt's Infos. Einige Menschen müssen ständig ihre Hände waschen, sonst fühlen sie sich schlecht. Sie leiden an einem Waschzwang. Doch was verursacht. Zwangsgedanken und Zwangshandlung. Formen der Zwangsstörung: Kontrollzwang, Waschzwang, Ordnungszwang. Menschen mit einer Zwangsstörung erleben. Reinigungs- und Waschzwänge; Kontrollzwänge; Wiederhol- und Zählzwänge; Sammelzwänge; Ordnungszwänge; Zwanghafte Langsamkeit; Zwangsgedanken​.

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Einige Menschen müssen ständig ihre Hände waschen, sonst fühlen sie sich schlecht. Sie leiden an einem Waschzwang. Doch was verursacht. Ein Waschzwang ist sehr lästig. Informationen zu den Ursachen, Symptomen & der Behandlung (Therapie) von Wasch- & Reinigungszwängen. Reinigungs- und Waschzwänge; Kontrollzwänge; Wiederhol- und Zählzwänge; Sammelzwänge; Ordnungszwänge; Zwanghafte Langsamkeit; Zwangsgedanken​.

Wie auch bei anderen Angststörungen ist bei der Zwangsstörung zu beobachten, dass sie häufig gemeinsam mit anderen affektiven Störungen und Angststörungen auftritt.

Die Zwangsstörung tritt am häufigsten in Kombination mit Depression, Panikstörung und sozialer Phobie auf. Ein gutes Drittel leidet mindestens einmal im Leben an einer Depression.

Bei 12 Prozent der Kranken tritt die körperdysmorphe Störung auf. Bei 50 Prozent der Betroffenen liegt gleichzeitig eine Persönlichkeitsstörung vor.

Die unter den Erkrankten am häufigsten auftretenden Persönlichkeitsstörungen sind die abhängige und die selbstunsicher-vermeidende.

Eine komorbide zwanghafte Persönlichkeitsstörung liegt dagegen deutlich seltener vor. Generell weisen Zwangskranke häufig problematische Interaktionsmuster bzw.

Persönlichkeitszüge auf. Tic -Symptome treten auch im Rahmen von Zwangsstörungen bisweilen auf. Diese können je nach Art und Ausprägung der Zwangsstörung selber zugeordnet oder als separate Ticstörung bzw.

Das Vorhandensein von Zwangssymptomen muss nicht gleich das Vorhandensein einer Zwangsstörung bedeuten. Zwangsgedanken und Zwangshandlungen können unabhängig von der klassischen Zwangsstörung auch als Symptome im Rahmen anderer neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen vorkommen.

In der Regel sprechen die Zwangssymptome in diesen Fällen auf eine Behandlung der verursachenden Grunderkrankung an.

Bis Mitte der er Jahre war die Zwangserkrankung in der Bevölkerung noch relativ unbekannt. Dadurch entstand bei den Betroffenen das Gefühl, isoliert mit dieser Erkrankung zu sein, was die Suizidgefahr erhöhte und die Chance minimierte, sich in therapeutische Behandlung zu begeben.

Heute geht man davon aus, dass ca. Weil die Krankheit in der Bevölkerung wenig bekannt ist, wird sie oft nicht richtig erkannt und behandelt: Oft dauert es sieben bis zehn Jahre, bis die Betroffenen zielführend behandelt werden können.

Es scheint keine geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Häufigkeit der betroffenen Personen zu geben. Die Erkrankung beginnt meist im Jugend- oder frühen Erwachsenenalter vor dem Jungen und Männer erkranken im Durchschnitt früher als Frauen.

Die Erkrankung verläuft meist langsam zunehmend und verschlimmert sich ohne wirksame Therapie stetig, zu zwei Dritteln chronisch, zu einem Drittel schubweise mit akuten Verschlechterungen unter besonderen Belastungen.

Je früher mit der Behandlung begonnen wird, desto besser sind die Prognosen. Durch die Behandlung mit psychotherapeutischen Methoden oder geeigneten Medikamenten ist die Prognose deutlich zu verbessern, auch wenn eine vollkommene Symptomfreiheit selten erreicht wird.

Getrennt lebende oder geschiedene Personen und Arbeitslose sind unter den Personen mit Zwangsstörung in der Regel leicht überrepräsentiert.

Dies überrascht nicht, wenn man bedenkt, welche Schwierigkeiten die Störung in Beruf und Beziehungen hervorrufen kann. Auch haben Patientinnen mit einer Zwangsstörung ein erhöhtes Risiko für eine Wochenbettdepression.

Bis in die er Jahre beherrschten psychoanalytische Erklärungsmodelle das Bild der Zwangsstörung. Nach der Entwicklung verhaltenstherapeutischer Entstehungstheorien in der zweiten Hälfte des zurückliegenden Jahrhunderts stehen in den letzten Jahren die genetischen und neurophysiologischen Zusammenhänge im Fokus.

Die unterschiedlichen psychologischen Forschungs- und Arbeitsrichtungen z. Psychoanalyse , Verhaltenstherapie haben verschiedene Erklärungsmuster für das Entstehen und die Erhaltung einer Zwangsstörung.

Beide Vermeidungsreaktionen führen jedoch nicht zu den erwünschten Effekten: Die Neutralisierungshandlung führt nur kurzfristig zu einer Erleichterung, da sich die Gedanken, die das Verhalten ausgelöst haben, weiterhin aufdrängen.

Dennoch hat die Person gelernt, dass sie sich durch die Handlung, wenn auch nur kurzfristig, Erleichterung verschaffen kann. Psychoanalytiker gehen davon aus, dass sich Zwangsstörungen dann entwickeln, wenn Kinder ihre eigenen Es -Impulse zu fürchten beginnen und Abwehrmechanismen einsetzen, um die resultierende Angst zu verringern.

Die Es-Impulse erscheinen gewöhnlich als Zwangsgedanken, die Abwehrmechanismen als Gegengedanken oder Zwangshandlungen. Sigmund Freud postulierte, dass manche Kinder in der sogenannten analen Phase mit etwa zwei Jahren intensive Wut und Scham empfinden.

In diesem Lebensabschnitt ist Freud zufolge die psychosexuelle Lust der Kinder an die Ausscheidungsfunktion gebunden, während zugleich die Eltern mit der Sauberkeitserziehung beginnen und von den Kindern analen Befriedigungsaufschub fordern.

Wenn die Sauberkeitserziehung zu früh einsetzt oder zu streng ist, kann dies bei den Kindern Wut auslösen und zur Entwicklung aggressiver Es-Impulse führen — antisozialer Impulse, die immer wieder nach Ausdruck drängen.

Die Kinder beschmutzen vielleicht ihre Kleidung erst recht und werden allgemein destruktiver, schlampig oder dickköpfig. Wenn die Eltern diese Aggressivität unterdrücken, kann das Kind auch Scham- und Schuldgefühle sowie das Gefühl, schmutzig zu sein, entwickeln.

Gegen die aggressiven Impulse des Kindes stellt sich jetzt ein starker Wunsch, diese Impulse zu beherrschen. Zahlreiche Ich-Psychologen wandten sich von Freud ab und führten die aggressiven Impulse nicht auf die strenge Sauberkeitserziehung zurück, sondern auf ein unbefriedigtes Verlangen nach Ausdruck des eigenen Selbst oder auf Versuche, Gefühle wie Angst vor Verwundbarkeit oder Unsicherheit zu überwinden.

Sie stimmen mit Freud aber darin überein, dass Menschen mit einer Zwangsstörung starke aggressive Impulse sowie ein konkurrierendes Kontrollbedürfnis gegenüber diesen Impulsen besitzen.

Zahlreiche Studien konnten inzwischen zeigen, dass die Zwangsstörung moderat erblich ist bzw. Dies könnte ein bisweilen zu beobachtendes familiär gehäuftes Auftreten von Erkrankungen aus dem Zwangsspektrum mitbedingen.

Allerdings konnten die relevanten Genabschnitte bisher nicht zweifelsfrei identifiziert werden. Zwangsstörungen gehen mit Veränderungen im Hirnstoffwechsel einher.

Stereotype Zwangssymptome und Tics im Zusammenhang mit infektiöse bzw. Zusätzlich wurden autoimmunologische Parameter, z. In einer Untersuchung fand sich bei Patienten mit zwanghaften Bewegungstörungen, vergleichbar zur Chorea Sydenham , eine erhöhtes Auftreten von Anti-Basalganglien-Antikörpern.

Der Hauptnachteil einer rein medikamentösen Behandlung von Zwangsstörungen ist, dass die Rückfallraten nach dem Absetzen der Medikamente sehr hoch sind und bis zu 90 Prozent betragen können.

Bei optimaler Therapie ist eine deutliche Besserung der Beschwerden und des Verlaufs in den meisten Fällen zu erwarten. Eine vollständige Heilung ist jedoch selten.

Besonders bei abruptem Absetzen der Medikation und ungenügender verhaltenstherapeutischer Begleitung ist eine Verschlechterung der Symptomatik wahrscheinlich.

Es gibt verschiedene psychotherapeutische Verfahren, die zum Einsatz kommen können. Diese unterscheiden sich in Theorie und Methodik deutlich voneinander.

Die unterschiedlichen Strategien der verschiedenen Therapieformen sind Gegenstand der Forschung sowie einer weitreichenden Theoriedebatte.

Der Betroffene kann nicht anders, als wieder und wieder zu kontrollieren — oder bestimmte Handlungen auszuführen oder stereotype Gedankengänge zu verfolgen.

Die Zwangserkrankung ist die vierthäufigste psychische Störung. Etwa zwei bis drei Prozent aller Erwachsenen in Deutschland leiden im Laufe ihres Lebens unter mehr oder weniger ausgeprägten Zwangsstörungen.

Schätzungen zufolge liegt die tatsächliche Anzahl der Erkrankten aber höher. Denn Betroffene suchen oft erst dann einen Arzt auf, wenn die Zwangsstörung den Alltag erheblich beeinträchtigt.

Die ersten Zwangssymptome treten häufig schon im Kindes- und Jugendalter auf. Die Häufigkeit bei Kindern und Jugendlichen liegt bei etwa ein bis drei Prozent.

Zu 85 Prozent tritt die Erkrankung vor dem 30sten Lebensjahr auf, ein Beginn nach dem 40sten Lebensjahr ist selten.

Im Erwachsenenalter scheinen Frauen ein etwas höhers Erkrankungsrisiko zu besitzen, wohingegen bei den Kindern das männliche Geschlecht eher betroffen ist.

Von der Zwangsstörung abzugrenzen ist die zwanghafte Persönlichkeit: Hier leidet weniger der Betroffene selbst, sondern vielmehr seine Umgebung.

Menschen mit zwanghafter Persönlichkeit werden oft als pedantisch, reinlich, ordnungs- und regelverliebt empfunden.

Die Betroffenen selbst erleben ihre Charakterzüge jedoch nicht als übertrieben und ihre Zwanghaftigkeit nicht als sinnlos.

Deshalb sind sie selten bereit, sich deswegen behandeln zu lassen. Hierbei liegt der entscheidende Unterschied. Menschen mit einer Zwangsstörung wissen meist um die Sinnlosigkeit ihrer Zwangshandlungen, mindestens zu Beginn der Zwänge.

Sie sind jedoch nicht in der Lage, diese längerfristig zu unterdrücken und leiden daher oft extrem unter dem erhöhten Zeitaufwand, den begleitenden Ängsten und den Einschränkungen der Alltagsfähigkeit infolge ihrer Zwängen.

Acht bis 29 Prozent der Patienten mit einer Zwangsstörung leiden auch an einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung.

Mediziner sprechen von Kontrollzwang. Zwangshandlungen laufen meist nach selbst definierten "Regeln" ab.

Beispielsweise berührt ein Betroffener jede Herdplatte einzeln in einer genau festgelegten Reihenfolge, um zu spüren, ob die Platten alle kalt sind — ob der Herd also wirklich aus ist.

Oft muss dabei gezählt und der ganze Vorgang wiederholt werden. Passieren dabei "Fehler", muss es von vorne beginnen. Andernfalls — so fühlt es sich für den Betroffenen an — droht eine selbst verschuldete Katastrophe.

Betroffene fürchten dabei beispielsweise unheilbar zu erkranken zum Beispiel an HIV oder einen nicht wiedergutzumachenden Schaden zu verursachen.

Beim Waschzwang spüren die Betroffenen zum Beispiel den Drang, immer und immer wieder die Hände zu waschen oder stundenlang zu duschen.

Versuchen Betroffene, die Handlungen zu unterdrücken, tritt Angst oder Anspannung, bei vielen auch ein Ekelgefühl auf.

Die Zwangshandlungen dienen dazu, diese unangenehmen Gefühle kurzfristig zu vermindern und wieder mehr Sicherheit zu erlangen. Oft schränken sie das Leben massiv ein.

Denn Betroffene vermeiden immer mehr Situationen, die Zwänge auslösen könnten. Zum Beispiel benutzt ein Mensch mit Kontrollzwang im weiteren Krankheitsverlauf seinen Herd gar nicht mehr, um nicht nach dessen Verwendung kontrollieren zu müssen, ob er ausgeschaltet ist.

Zwangsgedanken sind Ideen, Vorstellungen oder Impulse, die sich gegen den Willen des Betroffenen aufdrängen. Sie werden als sehr unangenehm oder quälend erlebt.

Zum Beispiel drängt sich plötzlich der schlimme Gedanke auf, eine nahestehende Person zu verletzen oder gar zu töten. Eine Mutter denkt, sie könnte ihr geliebtes Baby mit dem Kopfkissen ersticken.

Von zentraler Bedeutung ist dabei häufig eine extreme Form des Zweifels pathologischer Zweifel , die Überschätzung des persönlichen Einflusses beziehungsweise der eigenen Verantwortung und der Verlust des Vertrauens in die eigene Wahrnehmung "Habe ich den Herd wirklich ausgemacht?

Nicht selten werden hierbei Zusammenhänge zwischen Handlungen oder Ereignissen hergestellt, welche dem "gesunden Menschenverstand" zufolge in keinem Zusammenhang stehen können, zum Beispiel Abwendung eines Schicksals durch eine bestimmte Anzahl von Wiederholungen oder eine bestimmte Anordnung von Objekten magisches Denken.

Solche Gedanken lösen Angst- und Schamgefühle aus und führen oft zum Vermeidungsverhalten: Die Betroffenen versuchen, Situationen aus dem Weg zu gehen, in denen solche Gedanken auftreten.

Die Gefahr, dass der Betreffende die befürchtete Handlung tatsächlich ausführt, besteht normalerweise nicht.

Ganz im Gegenteil: Diese Gedanken, welche oft aggressive, sexuelle oder blasphemische Inhalte betreffen, sind für Betroffene zumeist wesensfremd und eher eine Folge von Perfektionismus und überhöhten moralischen Standards.

Die oft extrem schamhafte und bedrohliche Qualität dieser Gedanken zum Beispiel: "Ich könnte pädophil sein" ist oft dafür verantwortlich, dass viele Betroffene sich erst nach vielen Jahren der Verunsicherung und des Rückzugs ihren Bezugspersonen oder professioneller Hilfe anvertrauen und Hilfe erfahren.

Neben Zwangsgedanken gibt es auch gedankliche Rituale: Sie dienen Betroffenen dazu, Zwangsgedanken wieder zu "neutralisieren". Ein Beispiel: Zunächst drängt sich ein aggressiver oder blasphemischer Zwangsgedanke auf.

Als Konsequenz "muss" innerlich ein Gebet aufgesagt werden, damit die Angst und Anspannung abflaut. Manche Patienten "müssen" zum Beispiel bestimmte Formeln aufsagen, damit Angehörigen kein Unglück passiert.

Grübelzwänge sind dagegen typisch für schwere Depressionen. Die Betroffenen denken stundenlang über die gleichen Inhalte nach — beispielsweise frühere Fehler oder Geldsorgen.

Dieses Zwangsgrübeln lässt meist nach, wenn die Depression behandelt wird und abklingt. Ein wesentliches Symptom von Zwängen: Betroffenen wissen selbst, dass ihre Zwangshandlungen oder Zwangsgedanken eigentlich unsinnig sind.

Sie werden nicht als angenehm empfunden. Sie drängen sich auf. Die Betroffenen erleben ihr eigenes Handeln als widersinnig, übertrieben, unnötig, seltsam und störend.

Versuchen sie jedoch, eine Zwangshandlung zu unterlassen, empfinden sie ein unangenehmes und wachsendes Gefühl von Angst, Anspannung und Unruhe.

Letztlich müssen sie die Handlung ausführen, obwohl sie es eigentlich nicht wollen. Der Intellekt sagt zwar "alles in Ordnung", doch das Gefühl der Sicherheit will sich nicht einstellen "not-just-right Gefühl".

Viele Betroffene machen sich Sorgen, sie würden allmählich die Kontrolle über eigene Gedanken und Handlungen verlieren.

Ein ausgeprägter Zwang kann den Alltag erheblich beeinträchtigen. Im Extremfall ist es Patienten zum Beispiel nicht mehr möglich, das Haus zu verlassen oder einer geregelten Arbeit nachzugehen.

Sie sind den ganzen Tag damit beschäftigt, ihren Zwangshandlungen oder —gedanken nachzugeben. Viele wissen nicht, dass eine Krankheit hinter ihren Beschwerden steckt.

Statt einen Arzt um Rat zu fragen, schämen sich für ihr unsinniges Verhalten und versuchen, ihre Probleme zu verheimlichen.

Meist bessern sich Zwänge jedoch nicht von selbst — im Gegenteil. Oft breiten sie sich auf immer mehr Situationen im Leben aus, rauben immer mehr Zeit.

Es fällt schwerer, Beruf und soziale Kontakte aufrecht zu erhalten. Familienangehörige und Freunde reagieren oft mit Unverständnis.

Einer verbreiteten Auffassung zufolge fehlt betroffenen Kindern und Jugendlichen im Unterschied zu zwangserkrankten Erwachsenen häufiger die Einsicht in die Unsinnigkeit und der Widerstand gegen die Zwänge.

Neuere Studien scheinen dies eher zu widerlegen. Sehr häufig treten jedoch massive familiäre Beeinträchtigungen auf, Familienmitglieder werden in das Zwangssystem mit eingebunden.

Kinder und Jugendliche mit Zwängen suchen in aller Regel nicht selbständig und seltener freiwillig Behandlung auf, oft erst auf Druck verzweifelter Eltern und Familienangehöriger.

Dabei besteht infolge früher, oft erst nach Jahren spezifisch diagnostizierter und behandelter Zwangserkrankungen ein deutlich erhöhtes Risiko anhaltender Beeinträchtigungen der sozialen, emotionalen und schulischen Entwicklung.

Was Zwangsstörungen im Einzelnen verursacht, ist nicht restlos erforscht. Die erbliche Veranlagung spielt offenbar eine Rolle, dazu kommen psychologische und biologische Faktoren.

Meist ist ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren notwendig, welche individuell unterschiedlich sind. Als Ursache bei Zwangsstörungen wird auch eine Störung des Gleichgewichtes von Neurotransmittern diskutiert.

Neurotransmitter sind Botenstoffe, die Signale zwischen den Nervenzellen weitergeben. Es gibt verschiedene Arten von Neurotransmittern.

Für die Aktivitäten im Gehirn , die bei Zwangsstörungen ablaufen, sind besonders Serotonin und Dopamin interessant. Beide Botenstoffe spielen auch bei Depressionen eine Rolle und sind unter anderem für Stimmung, Impulsivität, Sexualität und Angst mitverantwortlich.

Möglicherweise sind die Ursachen auch in Störungen der sogenannten Basalganglien im Gehirn zu suchen. Ist ihre Funktion gestört, klappt womöglich das Zusammenspiel zwischen einem Bewegungs-Impuls und der zugehörigen Bewegung nicht mehr richtig.

Ein erblicher Faktor scheint das Risiko für eine Zwangsstörung zu erhöhen. Zwangsstörungen treten in Familien gehäuft auf. Zudem sprechen Ergebnisse aus Zwillingsstudien für eine wichtige Rolle genetischer Ursachen.

In Zwillingsstudien werden eineiige Zwillinge mit zweieiigen Zwillingen in Hinblick auf Unterschiede ihres Erkrankungsrisikos verglichen.

So lässt sich herausfinden, welchen Anteil genetische und Umwelt-Faktoren auf die Entstehung von Krankheiten haben.

Auch schwerwiegende traumatische Erlebnisse, wie zum Beispiel sexuelle Übergriffe oder Gewalterfahrungen, die mit intensiver Angst und Ekel verbunden sind, können bei der Entstehung von Zwangssymptomen eine Rolle spielen.

Darüber hinaus können sich Zwänge infolge neurologischer Gehirnverletzungen, Schlaganfällen oder Schädel-Hirn-Traumata entwickeln.

Neuere Untersuchungen zeigen, dass bei einem Teil der Betroffenen auch Infektionen in der Kindheit, insbesondere Streptokokken ein möglicher Auslöser sind.

Nach neuesten Erkenntnissen spielen allgemein schwere Infektionen im Kindesalter sowie Autoimmunerkrankungen ursächlich eine Rolle, indem sie das Risiko für psychische Erkrankungen und auch Zwangsstörungen erhöhen können.

Auch die Geburt eines Kindes zeigte sich in einigen Studien gehäuft als Auslöser einer Zwangsstörung.

Experten gehen davon aus, dass bestimmte Faktoren in der Erziehung oder persönliche Lernerfahrungen bei der Entstehung von Zwängen mitwirken.

Dazu zählen beispielsweise eine übertriebene Sauberkeitserziehung und ein ängstlicher Erziehungsstil. Auch berichten Zwangsbetroffene gehäuft von früher körperlicher und emotionaler Vernachlässigung und frühen Verlusten von Bezugspersonen, beispielsweise ein früher Tod eines Elternteils.

Fehlende Erfahrungen von Sicherheit und Zuwendung können einen für viele Zwangserkrankte charakteristischen Mangel an Fertigkeiten des Umgangs mit negativen Gedanken und Gefühlen führen, verbunden mit einer reduzierten Toleranz gegenüber unangenehmen Gedanken und Gefühlen.

Daher zeigen Erwachsene mit Zwangsstörungen sehr häufig ängstlich-unsichere und perfektionistische Wesenszüge.

Experten gehen davon aus, dass bei der Entstehung von Zwängen Lernmechanismen Konditionierung von zentraler Bedeutung sind: Ein ursprünglich neutraler Reiz — zum Beispiel Schmutz — wird mit einem sehr unangenehmen Erlebnis gekoppelt, das mit Angst und Anspannung verbunden ist.

Die Betroffenen lernen, die innere Anspannung durch Waschen und Reinigen abzubauen, sich kurzfristig besser zu fühlen negative Verstärkung.

Doch die Erleichterung hält nur bis zum nächsten Reiz an. Langfristig werden Zwangshandlungen immer häufiger und komplexer, zunehmend bestimmen Zweifel und Unsicherheit den Alltag.

Der Arzt erkundigt sich in einem ausführlichen Gespräch nach den genauen Beschwerden und fragt nach der persönlichen Krankheitsgeschichte.

Es ist dann ratsam, sich an einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, einen Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie oder einen approbierten Psychologischen Psychotherapeuten zu wenden.

Er kann die Diagnose überprüfen. Handelt es sich tatsächlich um eine Zwangserkrankung? Oder sind die Zwangssymptome Zeichen einer anderen psychischen Störung?

Eine genaue körperliche Untersuchung ist wichtig. Denn manchmal sind organische Ursachen für die beobachteten Symptome verantwortlich. Zum Beispielt treten bei bestimmten neurologischen Erkrankungen Zwänge gehäuft auf.

Auch Schizophrenie oder Depressionen können manchmal Ähnlichkeit mit Zwangsstörungen haben und damit verwechselt werden.

Bei beiden Erkrankungen treten häufig auch Zwangssymptome auf. Der wesentliche Unterschied zur Zwangsstörung besteht aber in der Wahrnehmung des Zwangs: Die Zwangsgedanken werden bei Depression und Schizophrenie zwar als belastend, meist aber nicht als überflüssig oder sinnlos empfunden wie bei einer Zwangsstörung.

Psychische Erkrankungen wie Depressionen oder eine Angststörung können aber gemeinsam mit Zwangsstörungen auftreten.

Unter Zwangsspektrumsstörungen versteht man eine Reihe von psychischen Störungen, denen der wiederholende Charakter von Handlungen sowie die mangelnde Fähigkeit, unangemessene Impulse oder Verhaltensweisen zu unterdrücken gemeinsam ist.

Auch das krankhafte Horten und Sammeln "Messie-Syndrom" und die krankhafte Beschäftigung mit dem eigenen Körperbild "körperdysmorphe Störung" sowie der eigenen Gesundheit "hypochondrische Störung" werden in der künftigen Nomenklatur zu den Zwangsspektrumsstörungen gerechnet.

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Waschzwang - Zwangsgedanken und Zwangsimpulse

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